Presse- und Medienarchiv

Informationsbausteine wie Texte, Fotos, Statements, Positionen und Faksimiles bereits erfolgter Veröffentlichungen des Hospizvereins Singen und Hegau e.V. finden Sie hier für Ihre Recherchen und Veröffentlichungen chronologisch geordnet.

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22. Februar 2019

Vortrag zum Thema trauern

Prälat i.R. Martin Klumpp, Urgestein und großer Förderer der Hospizbewegung, kommt nach vielen Jahren wieder zu uns:

 

am Freitag, den 5. April 2019 um 19:00 Uhr

im Gemeindesaal der Luthergemeinde in Singen, Freiheitsstraße 36

 

„Was geschieht, wenn Menschen trauern?“

 

Martin Klumpp beschreibt in seinem Vortrag die emotionalen, körperlichen und spirituellen Vorgänge in betroffenen Menschen. Hilfreich in der Trauer sind nicht Ratschläge, Beschwichtigungen oder Ermahnungen, sondern das Entdecken von eigenen Kräften inmitten dieser Situation.

Der Referent absolvierte nach dem Studium der Evangelischen Theologie eine therapeutisch orientierte Ausbildung in Ehe-, Familien- und Lebens-beratung. Zusätzlich zu seinen Aufgaben als Pfarrer, Stadtdekan und später als Prälat in Stuttgart leitet Martin Klumpp seit vielen Jahren Gesprächsgruppen für Menschen in Trauer.

Hilfreiche Anregungen erhielt er durch eine langjährige Zusammenarbeit mit der berühmten Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross.

Seit 1987 ist er im Hospiz Stuttgart, an dessen Gründung er 1987 maß­geblich beteiligt war, vielfältig – auch in der Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen engagiert.

 

28. Januar 2019

Vortrag von Verena Bentele

Wir danken der Stadt Singen, die uns den Bürgersaal mietfrei zur Verfügung stellt.

28. Januar 2019

Von Wölfen und Schafen

Lesung von Wilhelm Waibel im Hospizverein

Bereits zum zweiten Mal lud der Hospizverein Singen und Hegau e. V. in die Räume der Villa Wetzstein zu einer Lesung ein. Die Vorsitzende des Hospizvereins, Irmgard Schellhammer, konnte den Singener Ehrenbürger Wilhelm Waibel auf der Couch im Kaminzimmer begrüßen. Er las in beeindruckender Weise aus seinem Buch „Warte auf mich Babuschka“.

Gebannt hörten rund 30 Zuhörer die Geschichte von Ludmilla, einer ukrainischen Zwangsarbeiterin in den Jahren 1944 und 45 in Deutschland. „Die Geschehnisse sind Realität und wurden tatsächlich erlebt“, so Waibel, „auch wenn die Personen nicht wirklich existiert haben“. Wilhelm Waibel hat seine eigenen Erfahrungen und unzählige gehörte Geschichten in diesem Buch verarbeitet.

Ludmilla wird als junges Mädchen nach Deutschland gebracht, wo sie in einer Metallwarenfabrik arbeiten muss. Von Heimweh nach ihrer Mutter und Babuschka, ihrer Großmutter, geplagt, übersteht sie die schwere Zeit. Babuschka warnte sie vor den Wölfen. Es gäbe überall auf der Welt Wölfe und Schafe, und nicht jeder, der in feine Wolle gekleidet ist, ist ein gutes Schaf.

Mit der Zeit macht Ludmilla immer wieder die Erfahrung, dass es bei den Deutschen unter den Wölfen auch Schafe gibt. Und als sie nach schweren Jahren wieder zurückkehrt, muss sie die Erfahrung machen, dass es unter den Schafen zu Hause auch Wölfe gibt.

Am Ende steht sie vor der Frage: Hat sie die Granate gebaut, die ihrem Vater das Bein zerriss? Ist sie schuld am Tod und Leid vieler Landsmänner?

Betroffenes und berührtes Schweigen folgte dem Vortrag und ging dann in anregende Gespräche und viel Austausch über eigene Erfahrungen über. Viele Zuhörer haben diese Zeit selbst erlebt und erzählten von den eigenen erlebten Kriegsjahren, Flucht und Ängsten.

Wilhelm Waibel spendete den Erlös vom Verkauf des Büchleins dem Hospizverein.

Das Büchlein können Sie noch für 10 € im Hospizverein erwerben.

 

Text und Bild: Martina Fahr-Rackow

02. Januar 2019

Nächste "Lesung im Wohnzimmer": Wilhelm Waibel

Der Singener Ehrenbürger und Heimatforscher Wilhelm Waibel wird am 22.01.2019 um 19:00 Uhr auf dem Sofa im Kaminzimmer des Hospzverein Singen und Hegau e.V. in der Villa Wetzstein, Hegaustraße 31, Platz nehmen, und aus seinem Buch „Warte auf mich, Babuschka“ lesen.

Zitat aus dem SÜDKURIER:

„Wilhelm Waibel ist Heimatforscher – einer der bekanntesten der Region. Der ehemalige Prokurist und Informatiker hat sich ein Feld ausgesucht, das bis heute vermint ist. Spätes Drittes Reich, Besatzungszeit – damit macht man sich wenig Freunde. Andere Heimatforscher haben es einfacher: Die Bronzezeit widerspricht nicht, das Mittelalter ist nicht beleidigt. Nur mit der NS-Zeit und dem verlorenen Krieg ist es anders. Man erringt wenig Sympathien, wenn man die Akteure dieser Zeit unter die Lupe nimmt. Inzwischen staunt Waibel nicht mehr über jene Archivare und regionalen Chronisten, die einen großen Bogen um diese Epoche machen.“