Aktuelles

23. April 2019

Einladung zur Mitgliederversammlung

Es waren Bürgerinnen und Bürger, die etwas verändern wollten und die nach Antworten suchten auf die Not, die Einsamkeit und den Leidensdruck schwerkranker und sterbender Menschen.

Das waren die Anfänge der Hospizbewegung, auch bei uns in Singen und im Hegau, als vor 25 Jahren – am 25.Mai 1994 – die 87 Gründungsmitglieder den Hospizverein Singen und Hegau e.V. gründeten. Nahezu auf den Tag genau möchten wir mit Ihnen auf 25 Jahre Hospizarbeit zurück blicken, dankbar für diese Zeit mit all dem Guten, das unsere Begleiterinnen und Begleiter geleistet haben. Mit kulinarischen Kleinigkeiten wollen wir ein wenig feiern und mit Ihnen anstoßen im Rahmen unserer

Mitgliederversammlung

am Freitag, den 24. Mai 2019 um 19.30 Uhr

in der Bildungsakademie in Singen, Lange Straße 20

Wir laden Sie alle ganz herzlich dazu ein.

 

Zu diesem Anlass zeigen wir Ihnen auch die Ausstellung „Ich begleite Dich“ vom Deutschen Hospiz- und Palliativverband. Wir freuen uns, dass unsere beiden Vereinsgründer, Herr Pfarrer Gebhard Reichert, Herr Prof. Dr. Gerhard Krieger und Frau Bürgermeisterin Ute Seifried kommen und ein Grußwort an uns richten. Ebenso kommt zu dieser Feier die Vorsitzende des Hospiz- und Palliativverbandes Baden-Württemberg, Frau Susanne Kränzle aus Esslingen.

Ganz besonders herzlich laden wir alle Gründungsmitglieder, die Begleiterinnen und Begleiter der vergangenen 25 Jahre und alle ehemaligen Vorstandsmitglieder ein.

Zu besonderen Geburtstagen darf meist ein Wunsch geäußert werden. Wir wünschen uns, dass wir zu unserer nächsten Versammlung das 1000ste Mitglied begrüßen können und legen Ihnen deshalb unseren Flyer mit der Beitrittserklärung bei, mit der Sie ein neues Mitglied für uns werben können.

Mit herzlichem Gruß und Vorfreude auf unseren Geburtstag

Irmgard Schellhammer………..Dr. Martin Werner
…..1. Vorsitzende…………………….2. Vorsitzender

11. April 2019

Veranstaltungsvorschau 2019

 

Wann Wer Was  Wo
22.01.2019
19:00 Uhr
Willy Waibel Lesung
„Warte auf mich Babuschka“
Villa Wetzstein
21.02.2019 Verena Bentele Vortrag
gemeinsam mit AKE/Klinikseelsorge
Bürgersaal
05.04.2019
19:00 Uhr
Prälat i.R.
Martin Klumpp
Vortrag „Was geschieht, wenn Menschen trauern.“ Luthersaal
24.05. – 05.06

 

„Ich begleite Dich“
Ausstellung mit Roll-Ups
bei MV und in der Villa Wetzstein
24. Mai 19
19:30 Uhr
Mitgliederversammlung
zum 25-jährigen Jubiläum
Bildungsakedemie Singen,
Lange Straße 20
20.09.2019 Monika Renz Vortrag Bildungszentrum
12.10.2019 Klaus-André Eickhoff Solo-Konzert zum Welthospiztag Lutherkirche

 

 

11. April 2019

Trauer wird durch trauern besser

Der Hospizverein Singen und Hegau e.V. konnte dieser Tage den bekannten Förderer der  Hospizbewegung in Deutschland und langjährigen Trauerbegleiter Prälat i.R. Martin Klumpp zu einem Vortrag begrüßen. Etwa 70 Interessierte waren in den Luthersaal gekommen, um den Vortrag unter dem Thema: „Was geschieht, wenn Menschen trauern“ zu hören. Martin Klumpp berichtete aus seiner langjährigen Erfahrung als Leiter von Trauergruppen und der Begegnung mit Trauernden als Pfarrer und Seelsorger.

Er erläuterte zunächst, dass Trauer eine psychische Reaktion auf einen schweren Verlust ist, die nicht dem Willen unterworfen ist, sondern kommt und geht, wie sie will. Durch rationale Entscheidungen ist sie nur bedingt zu kontrollieren. Eine Vielzahl unterschiedlicher Gefühle überschwemmt die Betroffenen und sie haben keine Erklärung warum und wann welches Gefühl aufkommt. Trauer läuft in verschiedenen Phasen ab, die individuell unterschiedlich lange dauern.

Schließlich ging Klumpp auf die Frage ein: Was hilft uns bei der Trauer? Trauernde haben das Bedürfnis, das Erlebte immer und immer wieder zu erzählen, solange bis für sie das Erlebte zur Wahrheit wird. Gefühle müssen geäußert und gelebt werden dürfen. Man darf sie dem Trauernden nicht ausreden, sondern soll die Betroffenen ermutigen, sie herauskommen zu lassen. Trauernde setzen sich häufig bewusst dem Schmerz aus, das Grab oder einen Ort, der sehr mit dem Verstorbenen verbunden ist, immer wieder aufzusuchen: Das Fühlen der schmerzlichen Gefühle reduziert allmählich die Schmerzen. Viele Betroffenen werden empfindsamer für Licht und Dunkel, Musik wird ergreifender, Träume lebhafter, man wird verletzlicher.

Nach diesen Erläuterungen gab Martin Klumpp wertvolle Hinweise für die Begegnung und das Gespräch mit Trauernden. Aktives Zuhören, durch nachfragen verdeutlichen, dass der Betroffene sein Herz öffnen kann, ohne beurteilt zu werden, nicht beschwichtigen und relativieren („Das geht doch vielen so“, „Das darfst Du nicht so schwer nehmen.“) Für solche Gespräche brauchen wir Demut, den Mut, dazubleiben, wo ich nichts machen kann. „Wir können keinen Trost schaffen, aber wir können Katalysatoren sein, für das psychische und spirituellen Geschehen aus dem Trost wächst.“